Das elastische Bindegewebe der Frau, das die Fettzellen der Unterhaut umgibt, ist wesentlich weicher und lockerer als beim Mann. Wenn die Spannkraft der elastischen Fasern abnimmt, lagert sich in der Unterhaut vermehrt Fett ab. Die Zellen können sich bis zum Zehnfachen ihres ursprünglichen Volumens vergrößern und mit der Zeit durch das geschwächte Bindegewebe hindurch bis an die Hautoberfläche drücken. So entsteht Orangenhaut, das typische Bild der Cellulite, das sich vor allem an den Oberschenkeln, den Hüften und am Gesäß zeigt.
Pralle Fettzellen haben zusätzlich zum optischen einen mechanischen Effekt: Sie drücken auf die feinen Gefäße der Blut- und Lymphbahnen. Das reduziert die Sauerstoffzufuhr und den Abtransport von Stoffwechselschlacken, was Cellulite zusätzlich fördert.
Das Entstehen und Fortschreiten von Cellulite ist ein komplexer Vorgang. Auch der weibliche Hormonhaushalt – besonders in der Pubertät, in der Schwangerschaft, in den Wechseljahren und im Zusammenhang mit Periode und Pille – ist beteiligt. Hormonschwankungen können die Fasern des Bindegewebes dehnen und die Muster der Fettverteilung so beeinflussen, dass sich die Tendenz zu Cellulite verstärkt.


